• Daniela Spannagel

Aktualisiert: Jan 24

Ein Erklärungsversuch mit Hilfe des Enneagramms


Warum so viele von uns Deutschen in der Corona-Krise so überkorrekt und im vorauseilenden Gehorsam reagieren, während wir gleichzeitig entgegen jedem demokratischen Grundprinzip keine kritische Meinung Andersdenkender gegen die Maßnahmen, gegen das Regierungshandeln gelten lassen. Frage oder These?


Selbstverständlich funktioniert die Bürokratie perfekt (noch, aber sie bröckelt, siehe weiter unten), die Verordnungen werden geschrieben, umgesetzt, die Ämter, Bürgermeister, kommunalen Einrichtungen verschicken Briefe zu Quarantäne, drohen mit Isolation etc. Personal steht bereit, Isolationscamps werden hergerichtet (siehe Sachsen). Nachbarn denunzieren. Ein Land voller Regelverliebter. So der Eindruck. Es folgt der Versuch einer Erklärung, warum wir so gehorsam sind und welchen Ausweg es möglicherweise geben könnte...


Achtung, es wird etwas holzschnittartig, denn ich will keine Abhandlung und keinen 30-Seiten Aufsatz darüber schreiben. Verzeihung! Ich bitte an einigen Stellen um Abstraktion.


Gibt es ein wiederkehrendes Moment das uns Deutsche auszeichnet?

Ich habe neulich einen amerikanischen Professor (William Toel) gehört, der von Kindheit an von der deutschen Sprache und Kultur fasziniert war. Obwohl seine englische Mutter die Deutschen gehasst hat. Er lobt die deutsche Effizienz, einige deutsche Tugenden und wettet, dass zehn Deutsche auf einer einsamen Insel innerhalb kürzester Zeit die Lage im Griff haben, sich effizient zu versorgen und zu schützen wissen.


Das an sich sind schmeichelhafte Nachrichten, die uns herausragende Fähigkeiten ausstellen. Was aber, wenn die exzellenten Rahmenbedingungen, um diese Fähigkeiten gedeihen zu lassen ungünstig werden? Kippt dann das Positive unserer Essenz um, wie eine gerade sauer gewordene Milch? Von jetzt auf gleich ungenießbar?


Schauen wir auf die letzten 11 Monate unter zur Hilfenahme des Werkzeugs ‚Enneagramm’.

Das Enneagramm unterteilt uns Menschen in neun verschiedene Persönlichkeitstypen, jeweils mit denen für sie charakteristischen mentalen, emotionalen und verhaltensspezifischen Mustern. Es verweist auf die Entstehung der Muster sowie auf die affektive Wandlung, die jeder Typ durchmacht. Und obwohl es Muster und Wiederholungen gibt, existieren in der Komplexität der Möglichkeiten die unterschiedlichsten Formen der Ausprägung und des Entwicklungsstands der neun verschiedenen Persönlichkeits- und Charaktertypen.


Impliziert ist in diesem Persönlichkeitsmodell eine Entwicklungsrichtung. Es gibt also immer auch eine Möglichkeit neue Pfade, die zu neuen Wegen werden zu beschreiten. Man muss sie nur erkennen können und wollen. Jeder Mensch also, der sich intensiv mit dem Enneagramm auseinandersetzt, findet Hinweise, in welcher Form eine Weiterentwicklung an der eigenen Person möglich ist.


In Deutschland und in Südafrika ist Typ 6 des Enneagramms der vorherrschende Typ. Generell kommt Typ 6 in westlichen Ländern häufig vor, aber eben in Deutschland, da sind sich die Enneagramm-Experten (Sandra Maitri, Richard Roh & Andreas Ebert, Helen Palmer) einig, überproportional häufig. Andreas Ebert und Richard Rohr fügen hinzu, dass ebenso die Römisch Katholische Kirche, gegründet auf dem Prinzip der Furcht, die Institution der Sechser schlechthin ist.

In Abgrenzung dazu heißt es: Die USA bestehen überwiegend aus Dreiern (Selbstbild: Ich habe Erfolg), während die Iren besonders viele Siebener (Selbstbild: Ich bin glücklich) unter sich haben. Juchhee. Das vielleicht ein andermal.

Was macht Typ 6 aus?

Er ist Kopfmensch (es gibt Kopf-, Bauch- und Herzmenschen) – loyal, fleißig, pflichtbewusst und hilfsbereit. Sechser sind treue Menschen, die nach einem sicheren und verlässlichen Umfeld streben. Das 6er Selbstbild: Ich tue meine Pflicht. Sechser suchen ihre Sicherheit im Außen, haben dabei einen ausgeprägten Riecher für Risiko und Gefahr. In ihrer Kindheit haben Sechser jedoch oft einen Mangel an Fürsorge erlebt. Sie sind in einem nicht vertrauenswürdigen, unzuverlässigen Umfeld aufgewachsen und mussten zum Beispiel ob eines unberechenbaren Elternteils immer auf der Hut sein. Es fehlt an Vertrauen, Zuversicht und Sicherheit. Die Seele fixiert sich auf die Angst, nicht zu überleben. Angst und Sorgen entwickeln sich zu einem Dauerzustand und kann in Paranoia umschlagen.


Im Arbeitskontext findet man Sechser meist in klar strukturierten (Behörden, Verwaltungen) oder hierarchischen (Militär) Institutionen. Eine wichtige Rolle spielt für Typ 6 auch das GESETZ. Ob es nun geschützt (meistens) oder gebrochen (kommt auch vor) wird. Jedenfalls sind Sechser unter Richtern, Staatsanwälten, Rechtsanwälten, Detektiven und innerhalb der Polizei überproportional stark vertreten.


Ich habe einmal bei einem Enneagramm-Seminar eine Sechser-Frau erlebt, die sich den Teilnehmern gegenüber mit “ich bin das Ordnungsamt“ vorstellte und ausführte, dass sie Regelbrüche kaum ertrage.


Das Enneagramm unterscheidet den phobischen und kontraphobischen Typ 6. Während die phobische Sechs sich an Recht und Ordnung hält, sich Autoritäten sucht und unterordnet, ist der kontraphobische Typ 6 rebellisch, draufgängerisch – immer auf der Suche nach riskanten Situationen, um zu beweisen, dass er eben keine Angst hat und kein Schwächling ist. Hitler und Napoleon werden beide der kontraphobischen Sechs zugeordnet. Hitler wiederum erwartete absoluten Gehorsam – wir kennen die Geschichte.


Die phobischen Sechser sind also bereit, eine Autoritätsperson voll und ganz anzuerkennen. Das nicht zu tun, löst Scham und Zweifel aus, verlangt doch ihr Pflichtbewusstsein Anerkennung und Unterordnung.


Typ 6 in der Krise vor dem Hintergrund zweifelhafter Herausforderungen

Ein Blick auf unsere heutigen politischen Entscheidungsträger zeigt, dass der Ton schärfer geworden ist und keine Widerrede akzeptiert wird. Die verhängten Maßnahmen sind „alternativlos“. Die Umfragen gerade zu Anfang der Corona-Krise zeigten, dass strenge Maßnahmen und ein hartes Durchgreifen bei der Bevölkerung gut ankamen. Frei nach dem Motto: Einer muss uns in diesen konfusen Zeiten ja den Weg weisen. Die Mehrheit der Deutschen als aufgescheuchter ängstlicher Hühnerhaufen, der nicht weiß in welche Richtung er flattern soll. Wo ist der sichere Stall, wo ist die Box?


Der RKI-Chef Dr. Wieler verkündete im Juli 2020 sogar, „dass diese Regeln niemals hinterfragt werden dürfen“. Da haben ein paar Politiker Regeln aufgestellt, untermauert von vor allem der weisungsbefugten Bundesbehörde RKI, der Wissenschaftsakademie Leopoldina und dem Virologen Christian Drosten aus der Charité. Verkürzt gesagt. Jedenfalls gab (und gibt) es keinen größeren öffentlichkeitswirksamen Diskurs.


Dank der Hilfe der ununterbrochen panikschürenden Massenmedien bleibt der Hühnerhaufen dauerhaft aufgescheucht und in Alarmbereitschaft, weswegen er nicht annährend in die Kraft seines normalen Denk- und Handlungsvermögens zurückfindet. Angst lähmt den Verstand, siehe vorigen Blogbeitrag. Im Gegenteil: Die Sechser im Hühnerhaufen hauen im übertragenen Sinne erleichtert die Hacken zusammen und rufen ein schwungvolles ‚Jawoll, so wird’s gemacht’. Die vermeintliche Sicherheit im Außen wird angenommen. Was auch damit zu tun hat, dass zum Abwehrmechanismus einer Sechs die Projektion gehört. Die Projektion geht somit auf eine verlässliche Führungsfigur (oder Kreis) in Krisenzeiten.


So und wie kommen wir jetzt raus aus dieser Nummer? Bzw. was konkret können Sechser tun?

Das Enneagramm bietet Ansätze. In meinen Augen ist der erste und wichtigste Schritt, dass man sich seiner Tendenz zur Autoritätshörigkeit und seiner Unsicherheit bewusst wird. Erst mit dem Bewusstsein um mögliche Defizite, ist der Mensch ja egal um welche Defizite es sich handelt, fähig sie auch zu betrachten, anzuerkennen und im nächsten Schritt zu versuchen, mit ihnen umzugehen. Das alleine fordert MUT. Und Mut ist der Schlüssel der Sechs.

„Die tiefste Manifestation des Mutes besteht in der Fähigkeit, grundsätzliche im Gewebe der Seele verankerte Konzepte über das Selbst und die anderen in Frage zu stellen.“ resümiert Sandra Maitri in ihrem Buch „Neun Porträts der Seele“ den verlangten Kraftakt. Es ist die Erkenntnis eines jeden Einzelnen, für seine eigene Existenz verantwortlich zu sein, Fragen stellen zu müssen, nichts als gegeben anzuerkennen. Auch nicht auf’s Außen zu schauen sondern die Sicherheit in sich selbst zu finden. Damit geht man direkt rein in die Angst, dorthin wo sie am größten ist. Nämlich nicht zu überleben, wenn man sich nur auf sich selbst verlässt. Uuuaaahh. Das ist schmerzhaft aber heilsam und erfordert MUT. Und es verlangt von der Person ein großes Maß an Vertrauen in die Welt und an Glauben an sich selbst, an ein unabhängiges Selbst. Die Sechser sind aufgerufen, sich zu sammeln, zu vertrauen – vor allem in die eigene Kraft und Intuition.


Für diejenigen unter uns, die nicht Typ 6 sind, klingt das eventuell banal oder einfach. Ist es aber nicht. Jeder einzelne der neun Typen, also jeder einzelne von uns hat sehr empfindliche Stellen, sogenannte blinde Flecken, die einem selbst nicht bewusst sind und an die man folglich schwer rankommt.

Mahatma Gandhi sagte: „Die Welt lässt sich nicht verbessern, wenn alle blind der Mehrheit folgen. Es braucht Menschen, die den Mut haben scheinbar Unumstößliches infrage zu stellen, die sich trauen, Autoritäten anzuzweifeln und ihren eigenen Verstand zu gebrauchen.“ Et voila!


Und ich glaube, an den Punkt sind wir gekommen. Immer mehr Menschen, die dem Gesetz und den Anweisungen wie selbstverständlich gefolgt sind, hinterfragen sie inzwischen. Sie wollen ihre Unterschrift nicht setzen oder verweigern den Dienst. Müssen beispielsweise Menschen, vor allem Jugendliche und Kinder wirklich in Isolationslager geschickt werden? Es gibt ja jede Menge verantwortliche Personen in der Behördenkette, die diese verordneten Maßnahmen dann auch Schritt für Schritt Wirklichkeit werden lassen müssen. Hier gibt es die Gelegenheit für ein STOP.


Das bedeutet im übertragenen Sinne: der bis dahin nicht angezweifelten Autorität der Führungsperson (ob Vorgesetzter oder Politik) wird misstraut. Der Handelnde überlegt sich zum Beispiel: Warum sollte ich symptomlose, positiv-getestete Kinder in ein Quarantänelager sperren? Das sind doch Methoden aus vergangenen Zeiten. Da schaufele ich mir mein eigenes Grab und werde meines Lebens nicht mehr froh. Er oder sie verlässt sich auf sich selber, vertraut dem eigenen gesunden Menschenverstand, überwindet die Ängstlichkeit und wird im Idealfall zum mutigen Vorreiter, Nein-Sager oder Dienstverweigerer. Jedenfalls würde das der Lebensaufgabe entsprechen, die das Enneagramm der Sechs zuteil werden lässt: „Sie muss lernen sich von der ständigen Außenleitung durch Autoritäten zu lösen und die Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen.“


Hinzu kommt, dass in diesen Zeiten von revolutionären globalen Veränderungen, in denen alles auf den Kopf gestellt wird, woran wir bis jetzt geglaubt haben, wir natürlich auch nachsichtig sein sollten mit denjenigen, die - damit das ganze Kartenhaus nicht mit einem Windstoß auseinanderfliegt – sich festhalten an dem altvertrauten System und nur miniportiönchenweise neue Wahrheiten ins Leben lassen. Das dauert. Aber: was lange währt wird endlich gut. Mehr dazu im nächsten Blog.



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  • Daniela Spannagel

Aktualisiert: 30. Dez 2020

Wie es alle Kritiker der Corona-Regierungspolitik vorausgesagt haben, die Lage wird wöchentlich immer dramatischer. Nicht die gesundheitliche sondern die der Grundrechte einschränkenden Maßnahmen, die der Zensur und die der un-rechtsstaatlichen Aktivitäten von Politik, Gerichten und Polizei. Die großen Medienhäuser werden von der Regierung subventioniert, kontrolliert, kontrollieren sich im vorauseilenden Gehorsam selbst und berichten das verlangte Narrativ: Flugzeugweise sterbende Menschen (Söder), volle Intensivstationen, blitzgeschwinde Verbreitung des Virus etc...


Und jede Woche hat man das Gefühl wird eine neue Katastrophe (jetzt der mutierte Virus aus England) aus dem Hut gezaubert, weswegen gleich wieder die bekannten Vögel beginnen zu krähen. Vorneweg die Herren Söder und Lauterbach.


Es scheint so schlimm um uns bestellt, dass wir nur noch zu Hause bleiben sollen, die Maske nur zum Schlafen ablegen und keinen näher als zwei Meter an uns heranlassen sollten. Lockdown total am besten bis Ende April, bis auch wirklich keiner mehr muckst. Halleluja.


Sarkasmus beiseite.

Das in meinen Augen fatalste ist, dass so viele Menschen der Regierung und den Medien blind glauben. Wie der RKI-Chef Dr. Wieler in einer Pressekonferenz im Juli fordert: „Diese Regeln dürfen nie hinterfragt werden.“ Wie konnte es passieren, dass sich diese Haltung des Nichthinterfragens und umgekehrt des absoluten überzeugten Umsetzungswillens sinnfreier Anordnungen bei den meisten Beamten in Ministerien, in Behörden, in der Verwaltung und bei der Polizei widerfindet? Bei großen Teilen der Bevölkerung? Wie bitte lässt sich erklären, dass 75 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges es nur eine geringe Sensibilität für Veränderungen in Richtung autokratischer Strukturen gibt? Mir scheint viel sensibler sind die Bürger aus der ehemaligen DDR, die sich alle noch sehr gut erinnern und bei denen seit Monaten die Alarmglocken bimmeln.


Für mich gibt es hier zwei Antworten: Es ist die ANGST und mit ihr verbunden die OBRIGKEITSHÖRIGKEIT. Dass alle unhinterfragt mitmachen bzw. umgekehrt sich zu Denunzianten und Befürwortern drakonischer Maßnahmen verwandeln, lässt sich nur psychologisch erklären. Diese Menschen haben Angst schwer zu erkranken oder sogar zu sterben.


Robert F. Kennedy junior sagte im August in Berlin: „Regierungen lieben Pandemien aus dem gleichen Grund aus dem sie Kriege lieben.“ Damit treiben sie die Menschen in die Angst, in eine tiefe und lang anhaltende Angst. Damit einher geht dann Trick Nummer 2: „Wenn man eine große Lüge erzählt und sie oft genug wiederholt, dann werden die Leute sie am Ende glauben.“ Im Fachjargon nennt man das Propaganda und empfohlen wurde die Vorgehensweise von Paul Joseph Goebbels.


Bedeutet: Angst und Propaganda sind die Instrumentarien für einen Staat auf dem Weg in eine autokratische Regierungsform.

Der emeritierter Professor für Allgemeine Psychologie Rainer Mausfeld sagte im Juni 2020 auf einem Vortrag: „Angsterzeugung ist auch heute eine zentrale Technik zur Stabilisierung von Machtverhältnissen. Durch Feindbildaufbau, durch Aufbau von Bedrohungskulissen, durch soziale Spaltungen, durch Prekarisierung von Lohnarbeit und einem großen Spektrum von Techniken, wird Angst erzeugt und die Demokratie ausgehöhlt.“


In ihrer ursprünglichen Funktion soll uns die Angst vor Gefahren schützen, in dem sie die gesamte physische Energie auf einen bedrohlichen Vorgang konzentriert. Wir wechseln in den Kampf- Flucht- oder Totstellmodus unseres Reptiliengehirns. Das limbische System reagiert mit Ausschüttung von Adrenalin und wir meistern die konkrete Situation (Sturm, Straßenverkehr, Raubüberfall etc...) durch eine Reaktion unsererseits.


Bei der hier benannten Angst handelt es sich um die sogenannte Binnenangst: es ist eine gegenstandlose und diffuse Angst, die lange andauert (ähnlich der Angst vor Terror) und dadurch kaum noch zu bewältigen ist. Sie löst eine komplexe Binnendynamik in der Psyche aus. Starke Ängste berühren zum Teil traumatische Vorerfahrungen und aktivieren Muster, mit denen wir nicht verarbeitete Trauma überlebt haben. Je nach Ausmaß der Angst schalten Hirnareale zur differenzierten Betrachtung einfach ab.


Aus diesen Gründen lässt sich die Binnenangst hervorragend für Machtzwecke nutzen, weil sie die Menschen lähmt und über die Maßen manipulationsempfänglich macht.

Und das Perfide ist: Das Ziel politischer Angsterzeugung liegt darin, reale Ängste in Binnenängste zu verwandeln, eben weil sie sich dann nicht mehr bewältigen lassen. Sie entfalten ihre destruktive Wirkung, weil sie in der Person kreisen. Immer und immer wieder, ohne dass eine Lösung herauskommt. Die psychosomatischen Folgen lassen nicht lange warten: Depression, innere Unruhe, Aggression, Suchtverhalten.


Aber damit nicht genug erklärt Rainer Mausfeld: Durch die tägliche Befeuerung der Politik und der Medien mit Schreckensnachrichten erhöht sich nicht nur die Binnenangst der Menschen sondern auch ihre Status Quo-Neigung. Sie ist die wichtigste Variabel in der politischen Manipulation. Denn je höher die Status Quo Neigung ist, desto weniger Bedürfnis verspürt der Mensch zum Handeln. Er möchte nichts mehr verändern und ist politisch neutralisiert. Es entsteht der Wunsch nach einer autoritären Führungspersönlichkeit während gleichzeitig das Gefühl der Empathie und Solidarität abnimmt. Ab spätestens hier sind die Menschen bereit, sämtliche Anordnungen umzusetzen, sich in die Einschränkungen zu fügen, so sinnfrei sie auch seien.


Die deutsche Obrigkeitshörigkeit wurde unter anderem von Carl Friedrich von Weizäcker schon 1983 beschrieben. Er hielt das deutsche Volk für: „absolut obrigkeitshörig, des Denkens entwöhnt, typischer Befehlsempfänger, ein Held vor dem Feind, aber ein totaler Mangel an Zivilcourage!“

Wollen wir um Gottes Willen nicht hoffen, dass es so krass um uns bestellt ist, sondern dass wir zusehen, wie wir es schaffen, den angstvollen und seit 10 Monaten der Propaganda ausgesetzten Menschen wenigstens zum Teil ihre Angst zu nehmen. Denn die Hoffnung wäre ja, dass dann auch das differenzierte Denken wieder einsetzt.


Meine Gedanken, warum gerade wir Deutschen so gefährdet sind und welche Mechanismen unter Umständen helfen könnten, folgen.


P.S. Wenn es sich um eine wirklich ernsthafte Bedrohung handeln würde, der wir Menschen ausgesetzt sind, würde eine besonnen handelnde Regierung uns beruhigen. Eben damit wir weiter klare Gedanken fassen können und nicht in einer (Binnen)Angst gefangen sind und auf Schocknachrichten mit Panik reagieren. Und niemals, aber auch niemals würde eine vernünftige Regierung dafür sorgen, dass dieser Angstmodus über Monate, bald ein Jahr nicht endet. Jetzt kündigt Lauterbach bereits an, dass die Einschränkungen zur Erreichung der Klimaziele gleich beibehalten werden sollten.

P.P.S. Apropos Macht: keine Regierung gibt die gewonnene MAchtfülle freiwillig wieder aus der Hand (schaut in die Geschichte). Der Macht wohne der Machtexsess inne, sagt auch Rainer Mausfeld.

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  • Daniela Spannagel

Erster (inzwischen zweiter) Tag Lockdown im November 2020. Ein Grund zur Rückbesinnung und eine Bilanz der letzten zehn Monate zu ziehen:

Was habe ich in den vergangen zehn Monaten rund um das Thema Corona bzw. dadurch angeregt gelernt?

Eine Menge. Mir raucht jeden Tag neu der Kopf.

Über diese vielen wertvollen neuen Informationen bin ich sehr dankbar. Ich hätte sie ohne Corona und die politische Situation mit den m.E. nach unverhältnismäßigen Maßnahmen, der geschürten Angst und Hysterie seitens der Politik und der Mainstreammedien nie erlangt. So gesehen DANKE. Wo Schatten ist, ist auch Licht!

Was habe ich gelernt?

1. Ich habe unendlich viele neue Leute getroffen. Die meisten davon nur virtuell. Ich habe Kenntnis erlangt über Journalisten, alternative Medien, Podcasts, Interviews und Videos, die alle höchst interessant und aufschlussreich sind.

2. Ich habe gelernt, komplett auf Tageschau, heute und die anderen Nachrichtenformate zu verzichten. Denn mich jedes mal über die tendenziöse Berichterstattung aufzuregen, ist es nicht wert. Keiner von uns schaltet den Fernseher mehr ein. Seit vielen Monaten nicht.

3. Ich habe Ärzte und Wissenschaftler gehört, die ich sonst nicht ‚getroffen’ hätte. Ich habe Filme über das Impfen gesehen, über die toxischen Auswirkungen von Fleischkonsum und umgekehrt gesehen, wie schnell eine pflanzliche Ernährung kranken Menschen zu einer besseren Konstitution verhilft.

4. Ich habe Kenntnis erlangt über eine Reihe von Heilmethoden, die die Schulmedizin nicht lehrt, vielleicht nicht einmal kennt. Die ich sofort anwenden wollte, würde ich oder jemand aus meiner Familie dies wegen einer schlimmen Krankheit benötigen.

5. Ich habe gelernt, dass Kinder die Leidtragenden innerhalb dieses Wandels sind. Sie werden traumatisiert und anstatt sie und die Jugendlichen aus der Schusslinie zu nehmen, werden sie immer uns wieder als ‚ DIE GEFAHR’ präsentiert und leider auch instrumentalisiert.

6. Ich habe eine Menge interessanter Juristen, Anwälte und Richter gehört, die sich zu der politischen Verfassung der BRD geäußert haben.

7. Ich habe naturheilkundliche Medikamente und Wirkstoffe kennen gelernt, die viel bewirken. Keiner von uns war übrigens u.a. deswegen in der Zeit krank. Wir haben beherzigt, was der normale Menschenverstand und unsere Großeltern uns eh empfohlen hätten: geh raus in die Natur, beweg dich, mach Sport, lauf um den See, genieße die Sonnenstrahlen und verbinde dich mit der Natur. Sehr naheliegend, aber gerade in Großstädten nicht selbstverständlich.

8. Ich habe das Thema Enneagramm vertieft und ich habe einen profunden Einblick in das Thema Physiognomic dank zweier intensiver Wochenenden bei Karin zur Steege erhalten. Später habe ich mein Wissen weiter durch online Kurse und Bücher ausgebaut. Und angewandt.

9. Ich habe gelernt, dass viele interessante Menschen ursprünglich aus Baden Württemberg kommen, ebenso aus Österreich und aus der Schweiz. Zufall..... ?

10. Ich habe gelernt, dass nichts zufällig passiert. Dass es für was auch immer in der Welt viel sorgfältige Vorbereitung gab. Das beinhaltet auch den Umgang mit einer Pandemie. Das Urvertrauen in unsere Regierungsform ist erschüttert. Ihr merkt, wir kommen zu den schwer verdaulichen Brocken, die auch zu dem Lern-Prozess gehören.

11. Ich habe gelernt, oder sagen wir mir wieder und wieder bewusst machen müssen, dass Angst die Menschen obrigkeitshörig macht. Robert Kennedy jr. zitiert in einer Botschaft den ehemaligen amerikanischen Präsidenten Roosevelt, der gesagt habe, „The only fear we have to fear is fear itself“ (Die einzige Angst, die wir zu befürchten haben, ist die Angst an sich). Göbbels hingegen habe empfohlen, egal in welcher Regierungsform sich ein Volk befinde, treibe es in die Angst und die Menschen sind federleicht manipulierbar. Schicke viel Propaganda hinterher, um sie dann dauerhaft in Angst zu halten. Et voilá....

12. Ich habe auch gelernt, dass die meisten Menschen schlucken was ihnen vorgesetzt wird, nicht hinterfragen und einstimmen in den Chor derer, die die Maßnahmenkritiker verteufeln und diffamieren.

13. Ich habe gelernt, dass Corona spaltet. Es formieren sich neue Freundschaften entlang der Haltungen. Menschen um mich zu haben, die so denken und fühlen wie ich, ist ein wunderbar verbindendes Gefühl ist. Dafür bin ich sehr dankbar! Mit anderen steht eine enge Beziehung auf Pause. Das müssen Freundschaften aushalten.

14. Denn ich habe gelernt, dass ich keine Missionarin bin. Wer nicht will oder nicht bereit ist, bleibt da wo er ist. Bis die Zeit kommt….

15. Und ich habe gelernt, dass Gelassenheit das Gebot der Stunde ist. Und immer die Freiheit im Herzen zu behalten!



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