• Daniela Spannagel

Aktualisiert: 29. Okt. 2021

Wie schwer es ist, seinen eigenen Weg zu gehen, wissen wir alle. Bis auf diejenigen vielleicht, die so klar von Gott geführt werden, dass sie - ihrer Intuition voll vertrauend - über jeden Zweifel erhaben sind und einfach voranschreiten.


Aber seien wir ehrlich, wer führt schon ein Leben ohne Zweifel? Ohne Selbstzweifel? Und haben Zweifel nicht auch eine Funktion? Als Erschaffungsmoment für neue Erkenntnisse?


Nehmen wir mein Lieblingsthema - das Märchen von Corona:

Wenn ich nur auf die letzten 20 Monate zurückschaue, die Zeit seit das C-Virus die Welt bezaubert hat, so war es für mich ein Weg voller Zweifel. Aber Gott sei Dank auch voller praller Erkenntnisse.


Sicher war ich mir von Anfang an, dass innerhalb der offiziellen Märchenversion etwas massiv nicht stimmte: die Medien haben über die Maßen dramatisiert. Es hatte für mich die Anmutung eines Auftrages, die Menschen in die maximale Angst zu treiben. Widersprüche, Ungereimtheiten und Manipulationen in Zahlen und Bildern gab es zuhauf. Meine Zweifel auf einer Skala von 1 – 10 lagen bei 8. Meine Recherchen ergaben zunehmend ein anderes Bild, als welches uns von der Regierung und den etablierten Medien vermittelt wurde.


Meine Ahnung wurde Gewissheit: Corona – das vermeintliche Killervirus - dient den Herrschenden als eine Ablenkung von etwas viel Größerem. Und als Vehikel, Maßnahmen, Gesetze, Regeln einzuführen, die ohne eine herbeigedeichselte ‚Notsituation‘ nie hätten durchgesetzt werden können. Ein System hin zu immer mehr Kontrolle.

Hunderte von Stunden Sichtung von Interviews, Dokumentationen, Artikeln, Einschätzungen, Fotos lassen für mich keinen anderen Schluss zu.


Aber wie sollte ich mein Wissen vermitteln und wem? Und wofür? Die einen sind schon aufgewacht und auf einem guten Weg. Und die anderen schlafen tief und fest und werden mir nie ein einziges Wort glauben. Im Gegenteil. Oder doch? War nur ich nicht fähig, mein Wissen entsprechend zu transportieren und wenn dann genau geschaut, wem? Ich begann zu zweifeln, nicht an der Richtigkeit meines Wissens, aber an der Art wie ich es vermittelte.


Ich stellte fest, dass bei vielen Menschen die kognitive Dissonanz wie ein Dickicht aus programmierten Überzeugungen jede Durchlässigkeit verhinderte. Und das was ich zu sagen hatte, klang in solchen Momenten in meinen eigenen Ohren aus meinem Mund gesprochen, aus Sicht meines Gegenübers unglaubwürdig, ja geradezu größenwahnsinnig und verrückt.


Weil es sich bei dem Konstrukt rund um Corona in seinen Ausmaßen um eine so gigantische Täuschung gegenüber uns als Weltbevölkerung handelt, gibt es bei laut geäußerten Zweifeln vorwiegend die eine Reaktion: Ablehnung. Die meisten Menschen in Deutschland jedenfalls halten diese Informationen über die Wahrheit hinter den Sequenzen eines vermeintlichen Virus aus Schutz gegenüber ihrer gesamten Lebenskonstruktion von sich fern. Sämtliche liebgewonnenen bis lebensbegleitenden Überzeugungen würden auf Schlag wie die Uhr von Dalí surrealistisch dahinschmelzen und groteske Formen annehmen.


Nicht dass ich nicht ebenfalls einmal Teil dieser Programmierung durch unsere geschätzten Qualitäts-und Massenmedien geworden wäre. Noch 2019 wäre ich jedem, der mir begeistert von Präsident Trumps Errungenschaften berichtet hätte, mit völligem Unglauben begegnet. Unvorstellbar diesem Mann positive Attribute, gar Fähigkeiten zuzuschreiben. Im Nachhinein eine unverschämte Anmaßung, einen Menschen im Amt eines Präsidenten so abzuurteilen. Aber genau dahin haben uns die Massenmedien mit ihrer Programmierung gebracht. Es gibt nur einen zulässigen Blick auf Donald Trump. Genauso wie es nur einen zulässigen Blick auf den Klimawandel gibt. Gleiches gilt für die Flüchtlingspolitik. Und selbstverständlich gibt es derzeit auch nur einen zulässigen Blick auf Corona.


Andersherum hatte ich auch bereits vor Jahren das Vergnügen aus Sicht unserer etablierten Medien auf der falschen Seite zu stehen: Seit Beginn meines Lebens spielt Homöopathie eine wichtige Rolle und es gab für mich nie Grund an ihrer Wirksamkeit zu zweifeln. Im Gegenteil. Jetzt las ich, wie viele Zeitungen und Zeitschriften, die ich jahrelang überzeugt konsumierte, die Homöopathie für absoluten Mummpitz erklärten: Spiegel, Zeit, Tagesspiegel sowie die taz haben lange diffamierenden Artikel und Reportagen zur Unwirksamkeit und Unwissenschaftlichkeit von homöopathischen Heilmitteln veröffentlicht.


Ich war entsetzt über die Vehemenz der ablehnenden Haltung, die Art des Lächerlichmachens dieser unschädlichen, günstigen und in meinen Augen wirksamen Medizin (zu krasse Konkurrenz anscheinend für die Pharmaindustrie). Schwups ein paar Infos weggelassen, in einen ungünstigen Zusammenhang gestellt, unglaubwürdige Leute zitiert etc., fertig war die Diffamierungspampe. Gott sei Dank und immerhin: In der Bevölkerung war die Homöopathie kein grundsätzliches und schon gar nicht spaltendes Thema. Nicht ansatzweise wie jetzt Corona. Aber die Medien waren dabei, alles was nicht Schulmedizin ist, laut und diffamierend aus dem Weg zu räumen. Das bestätigte mir auch ein homöopathisch praktizierender Arzt, der es mal gewagt hatte, einem Sender ein Interview zu geben.


Als ich diesen Mechanismus erkannte, auf den ich ja selbst reingefallen war, ratterte es AHA im Karton. Viele Fragen, die ich mir im Laufe der Zeit immer gestellt hatte, beantworteten sich auf einen Schlag. Mit dem Erkennen dieses Musters sind wir in der Lage unser Gegenüber wesentlich besser zu verstehen. Sich immer zu fragen, an welchen Stellen und wie weit ist er oder sie programmiert? Denn wir Bürger und Konsumenten von Zeitungen, Fernsehen und Internet werden seit Jahrzehnten nach Strich und Faden manipuliert und programmiert.


Eine typische Situation: wenn ich heute jemandem meine Ablehnung gegenüber den Corona-Maßnahmen, der Impfung, dem Maskentragen erwähne, wird er mich schnell gemäß der Pawlowschen Konditionierung in die Verschwörungsecke stellen, mich als rechts, gar antisemitisch ansehen oder mich diffamieren. Weil es ihm oder ihr über 20 Monate so eingehämmert wurde, weil es Regierungs- und Mehrheitsmeinung ist.


Aber dank des ‚Auf-die-Spitze-Treibens‘ dieser Konditionierung durch die Regierung und die mitsteuernden Medien, sind inzwischen VIEL mehr Menschen aufgewacht und haben Zweifel an dem offiziellen Narrativ bekommen, als der Regierung lieb ist. Daraus folgt in der Regel: Einmal Zweifel, immer Zweifel.


Mein Fazit:

20 Monate nach Start der P(L)andemie, schaue ich mir genau an, von welcher Seite die Information kommt. Wer steckt dahinter (und wer im Zweifel noch wieder dahinter, Tarnung ist alles) und will was damit bewirken? Wie vertrauensvoll ist die Quelle?

Der Zweifel ist mein Kompass geworden, um durch das Dickicht der Informationen und Meinungen zu steuern.


Und der Clou auf dieser Suche nach Informationen, ja nach der Wahrheit und das was ihr nahekommt: die Schwarmintelligenz, die sich viele Aufklärer zu Nutze machen. Jeder trägt mit Informationen oder Fotos / Videos zur Gesamtaufklärung eines Sachverhaltes bei. Fantastisch. Ein weiterer großartiger Schritt in Richtung Menschheitsbefreiung und Bewusstseinswandel: sich immer wieder bewusst zu machen, wie stark wir doch in der Gemeinschaft sind. Wie unfassbar groß und mächtig unser gemeinsames Feld ist und wie die Wahrheit immer mehr ans Licht kommt. Und das Beste: Wahrheit befreit.



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  • Daniela Spannagel

Aktualisiert: 9. Sept. 2021

Ein Erklärungsversuch mit Hilfe des Enneagramms


Warum so viele von uns Deutschen in der Corona-Krise so überkorrekt und im vorauseilenden Gehorsam reagieren, während wir gleichzeitig entgegen jedem demokratischen Grundprinzip keine kritische Meinung Andersdenkender gegen die Maßnahmen, gegen das Regierungshandeln gelten lassen. Frage oder These?


Selbstverständlich funktioniert die Bürokratie perfekt (noch, aber sie bröckelt, siehe weiter unten), die Verordnungen werden geschrieben, umgesetzt, die Ämter, Bürgermeister, kommunalen Einrichtungen verschicken Briefe zu Quarantäne, drohen mit Isolation etc. Personal steht bereit, Isolationscamps werden hergerichtet (siehe Sachsen). Nachbarn denunzieren. Ein Land voller Regelverliebter. So der Eindruck. Es folgt der Versuch einer Erklärung, warum wir so gehorsam sind und welchen Ausweg es möglicherweise geben könnte...


Achtung, es wird etwas holzschnittartig, denn ich will keine Abhandlung und keinen 30-Seiten Aufsatz darüber schreiben. Verzeihung! Ich bitte an einigen Stellen um Abstraktion.


Gibt es ein wiederkehrendes Moment das uns Deutsche auszeichnet?

Ich habe neulich einen amerikanischen Professor (William Toel) gehört, der von Kindheit an von der deutschen Sprache und Kultur fasziniert war. Obwohl seine englische Mutter die Deutschen gehasst hat. Er lobt die deutsche Effizienz, einige deutsche Tugenden und wettet, dass zehn Deutsche auf einer einsamen Insel innerhalb kürzester Zeit die Lage im Griff haben, sich effizient zu versorgen und zu schützen wissen.


Das an sich sind schmeichelhafte Nachrichten, die uns herausragende Fähigkeiten ausstellen. Was aber, wenn die exzellenten Rahmenbedingungen, um diese Fähigkeiten gedeihen zu lassen ungünstig werden? Kippt dann das Positive unserer Essenz um, wie eine gerade sauer gewordene Milch? Von jetzt auf gleich ungenießbar?


Schauen wir auf die letzten 11 Monate unter zur Hilfenahme des Werkzeugs ‚Enneagramm’.

Das Enneagramm unterteilt uns Menschen in neun verschiedene Persönlichkeitstypen, jeweils mit denen für sie charakteristischen mentalen, emotionalen und verhaltensspezifischen Mustern. Es verweist auf die Entstehung der Muster sowie auf die affektive Wandlung, die jeder Typ durchmacht. Und obwohl es Muster und Wiederholungen gibt, existieren in der Komplexität der Möglichkeiten die unterschiedlichsten Formen der Ausprägung und des Entwicklungsstands der neun verschiedenen Persönlichkeits- und Charaktertypen.


Impliziert ist in diesem Persönlichkeitsmodell eine Entwicklungsrichtung. Es gibt also immer auch eine Möglichkeit neue Pfade, die zu neuen Wegen werden zu beschreiten. Man muss sie nur erkennen können und wollen. Jeder Mensch also, der sich intensiv mit dem Enneagramm auseinandersetzt, findet Hinweise, in welcher Form eine Weiterentwicklung an der eigenen Person möglich ist.


In Deutschland und in Südafrika ist Typ 6 des Enneagramms der vorherrschende Typ. Generell kommt Typ 6 in westlichen Ländern häufig vor, aber eben in Deutschland, da sind sich die Enneagramm-Experten (Sandra Maitri, Richard Roh & Andreas Ebert, Helen Palmer) einig, überproportional häufig. Andreas Ebert und Richard Rohr fügen hinzu, dass ebenso die Römisch Katholische Kirche, gegründet auf dem Prinzip der Furcht, die Institution der Sechser schlechthin ist.

In Abgrenzung dazu heißt es: Die USA bestehen überwiegend aus Dreiern (Selbstbild: Ich habe Erfolg), während die Iren besonders viele Siebener (Selbstbild: Ich bin glücklich) unter sich haben. Juchhee. Das vielleicht ein andermal.

Was macht Typ 6 aus?

Er ist Kopfmensch (es gibt Kopf-, Bauch- und Herzmenschen) – loyal, fleißig, pflichtbewusst und hilfsbereit. Sechser sind treue Menschen, die nach einem sicheren und verlässlichen Umfeld streben. Das 6er Selbstbild: Ich tue meine Pflicht. Sechser suchen ihre Sicherheit im Außen, haben dabei einen ausgeprägten Riecher für Risiko und Gefahr. In ihrer Kindheit haben Sechser jedoch oft einen Mangel an Fürsorge erlebt. Sie sind in einem nicht vertrauenswürdigen, unzuverlässigen Umfeld aufgewachsen und mussten zum Beispiel ob eines unberechenbaren Elternteils immer auf der Hut sein. Es fehlt an Vertrauen, Zuversicht und Sicherheit. Die Seele fixiert sich auf die Angst, nicht zu überleben. Angst und Sorgen entwickeln sich zu einem Dauerzustand und kann in Paranoia umschlagen.


Im Arbeitskontext findet man Sechser meist in klar strukturierten (Behörden, Verwaltungen) oder hierarchischen (Militär) Institutionen. Eine wichtige Rolle spielt für Typ 6 auch das GESETZ. Ob es nun geschützt (meistens) oder gebrochen (kommt auch vor) wird. Jedenfalls sind Sechser unter Richtern, Staatsanwälten, Rechtsanwälten, Detektiven und innerhalb der Polizei überproportional stark vertreten.


Ich habe einmal bei einem Enneagramm-Seminar eine Sechser-Frau erlebt, die sich den Teilnehmern gegenüber mit “ich bin das Ordnungsamt“ vorstellte und ausführte, dass sie Regelbrüche kaum ertrage.


Das Enneagramm unterscheidet den phobischen und kontraphobischen Typ 6. Während die phobische Sechs sich an Recht und Ordnung hält, sich Autoritäten sucht und unterordnet, ist der kontraphobische Typ 6 rebellisch, draufgängerisch – immer auf der Suche nach riskanten Situationen, um zu beweisen, dass er eben keine Angst hat und kein Schwächling ist. Hitler und Napoleon werden beide der kontraphobischen Sechs zugeordnet. Hitler wiederum erwartete absoluten Gehorsam – wir kennen die Geschichte.


Die phobischen Sechser sind also bereit, eine Autoritätsperson voll und ganz anzuerkennen. Das nicht zu tun, löst Scham und Zweifel aus, verlangt doch ihr Pflichtbewusstsein Anerkennung und Unterordnung.


Typ 6 in der Krise vor dem Hintergrund zweifelhafter Herausforderungen

Ein Blick auf unsere heutigen politischen Entscheidungsträger zeigt, dass der Ton schärfer geworden ist und keine Widerrede akzeptiert wird. Die verhängten Maßnahmen sind „alternativlos“. Die Umfragen gerade zu Anfang der Corona-Krise zeigten, dass strenge Maßnahmen und ein hartes Durchgreifen bei der Bevölkerung gut ankamen. Frei nach dem Motto: Einer muss uns in diesen konfusen Zeiten ja den Weg weisen. Die Mehrheit der Deutschen als aufgescheuchter ängstlicher Hühnerhaufen, der nicht weiß in welche Richtung er flattern soll. Wo ist der sichere Stall, wo ist die Box?


Der RKI-Chef Dr. Wieler verkündete im Juli 2020 sogar, „dass diese Regeln niemals hinterfragt werden dürfen“. Da haben ein paar Politiker Regeln aufgestellt, untermauert von vor allem der weisungsbefugten Bundesbehörde RKI, der Wissenschaftsakademie Leopoldina und dem Virologen Christian Drosten aus der Charité. Verkürzt gesagt. Jedenfalls gab (und gibt) es keinen größeren öffentlichkeitswirksamen Diskurs.


Dank der Hilfe der ununterbrochen panikschürenden Massenmedien bleibt der Hühnerhaufen dauerhaft aufgescheucht und in Alarmbereitschaft, weswegen er nicht annährend in die Kraft seines normalen Denk- und Handlungsvermögens zurückfindet. Angst lähmt den Verstand, siehe vorigen Blogbeitrag. Im Gegenteil: Die Sechser im Hühnerhaufen hauen im übertragenen Sinne erleichtert die Hacken zusammen und rufen ein schwungvolles ‚Jawoll, so wird’s gemacht’. Die vermeintliche Sicherheit im Außen wird angenommen. Was auch damit zu tun hat, dass zum Abwehrmechanismus einer Sechs die Projektion gehört. Die Projektion geht somit auf eine verlässliche Führungsfigur (oder Kreis) in Krisenzeiten.


So und wie kommen wir jetzt raus aus dieser Nummer? Bzw. was konkret können Sechser tun?

Das Enneagramm bietet Ansätze. In meinen Augen ist der erste und wichtigste Schritt, dass man sich seiner Tendenz zur Autoritätshörigkeit und seiner Unsicherheit bewusst wird. Erst mit dem Bewusstsein um mögliche Defizite, ist der Mensch ja egal um welche Defizite es sich handelt, fähig sie auch zu betrachten, anzuerkennen und im nächsten Schritt zu versuchen, mit ihnen umzugehen. Das alleine fordert MUT. Und Mut ist der Schlüssel der Sechs.

„Die tiefste Manifestation des Mutes besteht in der Fähigkeit, grundsätzliche im Gewebe der Seele verankerte Konzepte über das Selbst und die anderen in Frage zu stellen.“ resümiert Sandra Maitri in ihrem Buch „Neun Porträts der Seele“ den verlangten Kraftakt. Es ist die Erkenntnis eines jeden Einzelnen, für seine eigene Existenz verantwortlich zu sein, Fragen stellen zu müssen, nichts als gegeben anzuerkennen. Auch nicht auf’s Außen zu schauen sondern die Sicherheit in sich selbst zu finden. Damit geht man direkt rein in die Angst, dorthin wo sie am größten ist. Nämlich nicht zu überleben, wenn man sich nur auf sich selbst verlässt. Uuuaaahh. Das ist schmerzhaft aber heilsam und erfordert MUT. Und es verlangt von der Person ein großes Maß an Vertrauen in die Welt und an Glauben an sich selbst, an ein unabhängiges Selbst. Die Sechser sind aufgerufen, sich zu sammeln, zu vertrauen – vor allem in die eigene Kraft und Intuition.


Für diejenigen unter uns, die nicht Typ 6 sind, klingt das eventuell banal oder einfach. Ist es aber nicht. Jeder einzelne der neun Typen, also jeder einzelne von uns hat sehr empfindliche Stellen, sogenannte blinde Flecken, die einem selbst nicht bewusst sind und an die man folglich schwer rankommt.

Mahatma Gandhi sagte: „Die Welt lässt sich nicht verbessern, wenn alle blind der Mehrheit folgen. Es braucht Menschen, die den Mut haben scheinbar Unumstößliches infrage zu stellen, die sich trauen, Autoritäten anzuzweifeln und ihren eigenen Verstand zu gebrauchen.“ Et voila!


Und ich glaube, an den Punkt sind wir gekommen. Immer mehr Menschen, die dem Gesetz und den Anweisungen wie selbstverständlich gefolgt sind, hinterfragen sie inzwischen. Sie wollen ihre Unterschrift nicht setzen oder verweigern den Dienst. Müssen beispielsweise Menschen, vor allem Jugendliche und Kinder wirklich in Isolationslager geschickt werden? Es gibt ja jede Menge verantwortliche Personen in der Behördenkette, die diese verordneten Maßnahmen dann auch Schritt für Schritt Wirklichkeit werden lassen müssen. Hier gibt es die Gelegenheit für ein STOP.


Das bedeutet im übertragenen Sinne: der bis dahin nicht angezweifelten Autorität der Führungsperson (ob Vorgesetzter oder Politik) wird misstraut. Der Handelnde überlegt sich zum Beispiel: Warum sollte ich symptomlose, positiv-getestete Kinder in ein Quarantänelager sperren? Das sind doch Methoden aus vergangenen Zeiten. Da schaufele ich mir mein eigenes Grab und werde meines Lebens nicht mehr froh. Er oder sie verlässt sich auf sich selber, vertraut dem eigenen gesunden Menschenverstand, überwindet die Ängstlichkeit und wird im Idealfall zum mutigen Vorreiter, Nein-Sager oder Dienstverweigerer. Jedenfalls würde das der Lebensaufgabe entsprechen, die das Enneagramm der Sechs zuteil werden lässt: „Sie muss lernen sich von der ständigen Außenleitung durch Autoritäten zu lösen und die Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen.“


Hinzu kommt, dass in diesen Zeiten von revolutionären globalen Veränderungen, in denen alles auf den Kopf gestellt wird, woran wir bis jetzt geglaubt haben, wir natürlich auch nachsichtig sein sollten mit denjenigen, die - damit das ganze Kartenhaus nicht mit einem Windstoß auseinanderfliegt – sich festhalten an dem altvertrauten System und nur miniportiönchenweise neue Wahrheiten ins Leben lassen. Das dauert. Aber: was lange währt wird endlich gut. Mehr dazu im nächsten Blog.




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  • Daniela Spannagel

Aktualisiert: 9. Sept. 2021

Wie es alle Kritiker der Corona-Regierungspolitik vorausgesagt haben, die Lage wird wöchentlich immer dramatischer. Nicht die gesundheitliche sondern die der Grundrechte einschränkenden Maßnahmen, die der Zensur und die der un-rechtsstaatlichen Aktivitäten von Politik, Gerichten und Polizei. Die großen Medienhäuser werden von der Regierung subventioniert, kontrolliert, kontrollieren sich im vorauseilenden Gehorsam selbst und berichten das verlangte Narrativ: Flugzeugweise sterbende Menschen (Söder), volle Intensivstationen, blitzgeschwinde Verbreitung des Virus etc...


Und jede Woche hat man das Gefühl wird eine neue Katastrophe (jetzt der mutierte Virus aus England) aus dem Hut gezaubert, weswegen gleich wieder die bekannten Vögel beginnen zu krähen. Vorneweg die Herren Söder und Lauterbach.


Es scheint so schlimm um uns bestellt, dass wir nur noch zu Hause bleiben sollen, die Maske nur zum Schlafen ablegen und keinen näher als zwei Meter an uns heranlassen sollten. Lockdown total am besten bis Ende April, bis auch wirklich keiner mehr muckst. Halleluja.


Sarkasmus beiseite.

Das in meinen Augen fatalste ist, dass so viele Menschen der Regierung und den Medien blind glauben. Wie der RKI-Chef Dr. Wieler in einer Pressekonferenz im Juli fordert: „Diese Regeln dürfen nie hinterfragt werden.“ Wie konnte es passieren, dass sich diese Haltung des Nichthinterfragens und umgekehrt des absoluten überzeugten Umsetzungswillens sinnfreier Anordnungen bei den meisten Beamten in Ministerien, in Behörden, in der Verwaltung und bei der Polizei widerfindet? Bei großen Teilen der Bevölkerung? Wie bitte lässt sich erklären, dass 75 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges es nur eine geringe Sensibilität für Veränderungen in Richtung autokratischer Strukturen gibt? Mir scheint viel sensibler sind die Bürger aus der ehemaligen DDR, die sich alle noch sehr gut erinnern und bei denen seit Monaten die Alarmglocken bimmeln.


Für mich gibt es hier zwei Antworten: Es ist die ANGST und mit ihr verbunden die OBRIGKEITSHÖRIGKEIT. Dass alle unhinterfragt mitmachen bzw. umgekehrt sich zu Denunzianten und Befürwortern drakonischer Maßnahmen verwandeln, lässt sich nur psychologisch erklären. Diese Menschen haben Angst schwer zu erkranken oder sogar zu sterben.


Robert F. Kennedy junior sagte im August in Berlin: „Regierungen lieben Pandemien aus dem gleichen Grund aus dem sie Kriege lieben.“ Damit treiben sie die Menschen in die Angst, in eine tiefe und lang anhaltende Angst. Damit einher geht dann Trick Nummer 2: „Wenn man eine große Lüge erzählt und sie oft genug wiederholt, dann werden die Leute sie am Ende glauben.“ Im Fachjargon nennt man das Propaganda und empfohlen wurde die Vorgehensweise von Paul Joseph Goebbels.


Bedeutet: Angst und Propaganda sind die Instrumentarien für einen Staat auf dem Weg in eine autokratische Regierungsform.

Der emeritierter Professor für Allgemeine Psychologie Rainer Mausfeld sagte im Juni 2020 auf einem Vortrag: „Angsterzeugung ist auch heute eine zentrale Technik zur Stabilisierung von Machtverhältnissen. Durch Feindbildaufbau, durch Aufbau von Bedrohungskulissen, durch soziale Spaltungen, durch Prekarisierung von Lohnarbeit und einem großen Spektrum von Techniken, wird Angst erzeugt und die Demokratie ausgehöhlt.“


In ihrer ursprünglichen Funktion soll uns die Angst vor Gefahren schützen, in dem sie die gesamte physische Energie auf einen bedrohlichen Vorgang konzentriert. Wir wechseln in den Kampf- Flucht- oder Totstellmodus unseres Reptiliengehirns. Das limbische System reagiert mit Ausschüttung von Adrenalin und wir meistern die konkrete Situation (Sturm, Straßenverkehr, Raubüberfall etc...) durch eine Reaktion unsererseits.


Bei der hier benannten Angst handelt es sich um die sogenannte Binnenangst: es ist eine gegenstandlose und diffuse Angst, die lange andauert (ähnlich der Angst vor Terror) und dadurch kaum noch zu bewältigen ist. Sie löst eine komplexe Binnendynamik in der Psyche aus. Starke Ängste berühren zum Teil traumatische Vorerfahrungen und aktivieren Muster, mit denen wir nicht verarbeitete Trauma überlebt haben. Je nach Ausmaß der Angst schalten Hirnareale zur differenzierten Betrachtung einfach ab.


Aus diesen Gründen lässt sich die Binnenangst hervorragend für Machtzwecke nutzen, weil sie die Menschen lähmt und über die Maßen manipulationsempfänglich macht.

Und das Perfide ist: Das Ziel politischer Angsterzeugung liegt darin, reale Ängste in Binnenängste zu verwandeln, eben weil sie sich dann nicht mehr bewältigen lassen. Sie entfalten ihre destruktive Wirkung, weil sie in der Person kreisen. Immer und immer wieder, ohne dass eine Lösung herauskommt. Die psychosomatischen Folgen lassen nicht lange warten: Depression, innere Unruhe, Aggression, Suchtverhalten.


Aber damit nicht genug erklärt Rainer Mausfeld: Durch die tägliche Befeuerung der Politik und der Medien mit Schreckensnachrichten erhöht sich nicht nur die Binnenangst der Menschen sondern auch ihre Status Quo-Neigung. Sie ist die wichtigste Variabel in der politischen Manipulation. Denn je höher die Status Quo Neigung ist, desto weniger Bedürfnis verspürt der Mensch zum Handeln. Er möchte nichts mehr verändern und ist politisch neutralisiert. Es entsteht der Wunsch nach einer autoritären Führungspersönlichkeit während gleichzeitig das Gefühl der Empathie und Solidarität abnimmt. Ab spätestens hier sind die Menschen bereit, sämtliche Anordnungen umzusetzen, sich in die Einschränkungen zu fügen, so sinnfrei sie auch seien.


Die deutsche Obrigkeitshörigkeit wurde unter anderem von Carl Friedrich von Weizäcker schon 1983 beschrieben. Er hielt das deutsche Volk für: „absolut obrigkeitshörig, des Denkens entwöhnt, typischer Befehlsempfänger, ein Held vor dem Feind, aber ein totaler Mangel an Zivilcourage!“

Wollen wir um Gottes Willen nicht hoffen, dass es so krass um uns bestellt ist, sondern dass wir zusehen, wie wir es schaffen, den angstvollen und seit 10 Monaten der Propaganda ausgesetzten Menschen wenigstens zum Teil ihre Angst zu nehmen. Denn die Hoffnung wäre ja, dass dann auch das differenzierte Denken wieder einsetzt.


Meine Gedanken, warum gerade wir Deutschen so gefährdet sind und welche Mechanismen unter Umständen helfen könnten, folgen.


P.S. Wenn es sich um eine wirklich ernsthafte Bedrohung handeln würde, der wir Menschen ausgesetzt sind, würde eine besonnen handelnde Regierung uns beruhigen. Eben damit wir weiter klare Gedanken fassen können und nicht in einer (Binnen)Angst gefangen sind und auf Schocknachrichten mit Panik reagieren. Und niemals, aber auch niemals würde eine vernünftige Regierung dafür sorgen, dass dieser Angstmodus über Monate, bald ein Jahr nicht endet. Jetzt kündigt Lauterbach bereits an, dass die Einschränkungen zur Erreichung der Klimaziele gleich beibehalten werden sollten.

P.P.S. Apropos Macht: keine Regierung gibt die gewonnene Machtfülle freiwillig wieder aus der Hand (schaut in die Geschichte). Der Macht wohne der Machtexsess inne, sagt auch Rainer Mausfeld.

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