• Daniela Spannagel

Corona - Das Leben im Jetzt

Herrlich. Immer nur im Augenblick zu sein. Danke Coronakrise! Der passende Moment das zu üben, für alle die, die sonst immer schon einen Schritt weiter sind.

Wo soll man denn hindenken oder träumen? Richtung Wochenende? Als erstes abgeschafft. Da wartet im besten Fall schönes Wetter (das ist VIEL und auch schon ALLES), aber keine Einladung, keine Party und kein Theaterbesuch. Komplett geknickt logischerweise alle Urlaubspläne. Ebenso Businesstrips, Meatings oder Restaurantbesuche.

Jetzt aber mal ohne Keks: wie lange soll das so weitergehen? Mich und meine Familie trifft es ja komfortabel im Vergleich zu denen, die sich um ihre Existenz sorgen, deren Existenz klar bedroht ist oder die, die gerade pleite gehen. Auch nicht zu beneiden sind die Familien mit kleinen quengelnden Kindern rund um die Uhr, oder Schulkinderfamilien mitten in der Stadt, die sich die Mathehefte um die Ohren schlagen dürfen. Auch doof ist es für Paare mit Ätz-Beziehung, die jetzt 24/7 aufeinander hocken etc.... . Aber ernsthaft nicht vergessen dürfen wir die Menschen, die ängstlich, panisch, depressiv oder einsam sind. Die Liste können wir natürlich beliebig fortführen.....

Fest steht, dass all diese Menschen wieder einen erweiterten Handlungsradius brauchen.

Und während ich mich informiere, kommen mir immer viele Fragen und Überlegungen in den Kopf. Ich schreibe sie einfach mal auf:

· Anscheinend gibt es eine Korrelation zwischen erheblicher Luftverschmutzung und schwerwiegenden COVID-19-Krankheitsverläufen. Die These: Feinstaub als Transportvehikel für das Virus. Sowohl China als auch die Lombardei sind extrem feinstaubbelastet. (Da fällt mir ein, dass die Deutsche Umwelthilfe bereits seit vielen Jahren auf die krassen Zahlen von vorzeitigen Todesfällen im Zuge der Feinstaubbelastung hinweist, europaweit jährlich bei 400.000 Menschen).

· Deutschland hat andere Familienstrukturen als Italien und Spanien. Für die Ansteckungsgefahr ist es von Vorteil, dass nicht mehrere Generationen zusammenleben, sondern die Eltern bzw. Großeltern alleine sind.

· Trotz des extrem heruntergesparten Krankenhaussektors, verfügt Deutschland über eine große Zahl an Intensivbetten (auf 56.000 hochgefahren). Knapp sind die Intensiv-Pflegekräfte. Aber eventuell gibt es ja eine Möglichkeit, einen Teil der Fachkräfte, die wegen Stress und schlechter Bezahlung gekündigt haben und woanders arbeiten, zurückzugewinnen. Und vielleicht kann ja auch die Bundeswehr ihre 20:000 Soldatinnen und Soldaten aus dem Sanitär-Bereich zur Verfügung stellen.

· Gibt es eigentlich keine Kleidungsproduzenten in Deutschland, die quasi in der Not auf die Herstellung von Schutzkleidung umstellen könnten? Atemschutzmasken etc... in einer Robotergesteuerten Produktion gar nicht so ein Hexenwerk?

· Könnte man nicht einfach mehrere hundert oder gar tausend kubanische Pflegekräfte und Ärzte nach Deutschland holen? Die Kubaner ‚verleihen’ seit vielen Jahren ihre Ärzte vor allem in Länder Lateinamerikas und Länder der 3. Welt, die einen hohen Ärztebedarf oder Mangel in bestimmten Regionen haben. Es gibt eine eigene Agentur in Kuba nur für diese Art von Anfragen. Im Rahmen der Corona-Krise hat Kuba bereits über 500 Personen des sogenannten medizinischen Personals in mehrere Länder geschickt; zuletzt sind 30 Ärzte und Pfleger im Fürstentum Andorra gelandet.

· Ebenfalls aus Kuba kommt ein Medikament, Interferon-Alpha 2B, das schon seit vielen Jahren bei anderen Viruserkrankungen (vor allem HIV, aber auch Hepatitis A und B) eingesetzt wird, seit Januar auch in China produziert wird und auch dort gegen COVID-19 zum Einsatz kam. Warum ist es nicht schon längst in Deutschland (tatsächlich verhandelt gerade die deutsche Außenhandelskammer in Havanna über eine Lösung). Und kann hier helfen, die Infizierten schneller zu heilen.

Ich hoffe, dass es in 2 Wochen genug Tests gibt, um sowohl die infizierten als auch die bereits immunisierten Personen testen zu können. Als ersten Schritt, das öffentliche Leben, vor allem auch Kitas und Schulen wieder in Betrieb zu nehmen.


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