• Daniela Spannagel

Enneagramm und Gesichtlesen - in Zeiten der Corona Kontaktsperre

Nach einigen Tagen des inneren Widerstands habe ich akzeptiert, dass die Zeit, die wir eingeschränkt und komplett entschleunigt mit nur wenigen Kontakten leben werden, länger dauert, als angenommen. Sich dagegen zu sperren hilft nicht – im Gegenteil, es verbaut Chancen.

Heute morgen am Schlachtensee: ein wunderbarer Spaziergang in der klaren Luft bei ein wenig wärmender Sonne und meinem bewegungsglücklichen Hund an der Seite ließ mich wieder das alte Mantra von Eckhard Tolle vor Augen führen: „ Habe ich gerade ein akutes Problem? NEIN. Kann ich etwas an dem gegenwärtigen Corona-Problem ändern? NEIN. Also kann ich doch diesen Spaziergang in diesem Augenblick in vollen Zügen genießen, ohne in die Vergangenheit oder in die Zukunft zu blicken. Achtung nur nicht anfangen, wieder das Gedankenkarussel rotieren zu lassen. Einfach wie auf der Skipiste voll im JETZT sein - wie herrlich. Eine wunderbare Chance das immer wieder zu testen.

Und weil es jetzt viel mehr ungetaktete Zeit gibt, Raum für mich, hole ich die Themen auf den Tisch, die schon die letzte Zeit zu kurz gekommen sind, die zu vertiefen für mich als Coach irre sinnvoll sind, die aber im Alltag und Berufsleben oft hinten an stehen müssen. Wie zum Beispiel die Typenlehre des Enneagramms. Was für ein riesiges interessantes aufschlussreiches Themenfeld. Ich mache mir Gedanken über Freunde und Familienmitglieder und warum sie wohl in diesen Mustern reagieren.... Ich habe eine Freundinnengruppe vor Augen und weiß plötzlich, aus welchen Typen sie sich zusammensetzt. Zu verstehen macht im Zweifel immer nachgiebiger für ungewöhnliche oder verletzende Verhaltensweisen. Nicht die der Freundinnen. Ganz allgemein, einfach wenn ich den Enneagramm-Typus erkenne oder das Motiv hinter vermeintlich seltsamen Verhaltensweisen.

Und dann wird mir der Reflex vor Augen geführt, von sich auf andere zu schließen. Etwas was komplett Normales für die meisten Menschen (8 Typen), ausgenommen dem Typ 9 des Enneagramms. Und ich bin Typ 9. Bingo. Und schließe wenig von mir auf andere. Typ 9 hat wie alle Typen viele Macken, aber das was 9er einfach mal können, ist es, sich in andere Menschen hinein zu versetzen und ihre Position zu verstehen. Das ist Vorteil und Nachteil zugleich. Nachteil, weil dem typischen 9er bei zu viel Verständnis die eigene Haltung abhanden kommt. Vorteil: die 9 hört gut zu, versteht die anderen und vermittelt wenn nötig.

Und die Ratschläge, die von einer 9 kommen – sind selbst wenn sie mit dem eigenen Erfahrungshintergrund verknüpft sein sollten – nie als Handlungsanleitungen formuliert, sondern kommen eher als Frage daher oder als eine von mehreren Optionen.

Das Positive an diesen schweren Zeiten ist also, dass ich wieder eintauchen kann – sowohl in das Themenfeld Enneagramm als auch in das weite Feld Gesichtlesen. Und klar, sofort eröffnen sich evidente Erkenntnisse über Verhaltensweisen, Emotionen, Fähigkeiten, Ausweichmanöver etc.. All das, was wir teilweise mühsam zu verbergen suchen, spiegelt sich am Ende doch im Gesicht oder im Verhalten und kann dechiffriert werden. Bewusst oder unbewusst.

Das ist natürlich ein langer Weg bis dahin, aber was wäre das Leben ohne Ziele.....


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