• Daniela Spannagel

Fürchtet Euch nicht

Aktualisiert: 30. Dez 2020

Wie es alle Kritiker der Corona-Regierungspolitik vorausgesagt haben, die Lage wird wöchentlich immer dramatischer. Nicht die gesundheitliche sondern die der Grundrechte einschränkenden Maßnahmen, die der Zensur und die der un-rechtsstaatlichen Aktivitäten von Politik, Gerichten und Polizei. Die großen Medienhäuser werden von der Regierung subventioniert, kontrolliert, kontrollieren sich im vorauseilenden Gehorsam selbst und berichten das verlangte Narrativ: Flugzeugweise sterbende Menschen (Söder), volle Intensivstationen, blitzgeschwinde Verbreitung des Virus etc...


Und jede Woche hat man das Gefühl wird eine neue Katastrophe (jetzt der mutierte Virus aus England) aus dem Hut gezaubert, weswegen gleich wieder die bekannten Vögel beginnen zu krähen. Vorneweg die Herren Söder und Lauterbach.


Es scheint so schlimm um uns bestellt, dass wir nur noch zu Hause bleiben sollen, die Maske nur zum Schlafen ablegen und keinen näher als zwei Meter an uns heranlassen sollten. Lockdown total am besten bis Ende April, bis auch wirklich keiner mehr muckst. Halleluja.


Sarkasmus beiseite.

Das in meinen Augen fatalste ist, dass so viele Menschen der Regierung und den Medien blind glauben. Wie der RKI-Chef Dr. Wieler in einer Pressekonferenz im Juli fordert: „Diese Regeln dürfen nie hinterfragt werden.“ Wie konnte es passieren, dass sich diese Haltung des Nichthinterfragens und umgekehrt des absoluten überzeugten Umsetzungswillens sinnfreier Anordnungen bei den meisten Beamten in Ministerien, in Behörden, in der Verwaltung und bei der Polizei widerfindet? Bei großen Teilen der Bevölkerung? Wie bitte lässt sich erklären, dass 75 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges es nur eine geringe Sensibilität für Veränderungen in Richtung autokratischer Strukturen gibt? Mir scheint viel sensibler sind die Bürger aus der ehemaligen DDR, die sich alle noch sehr gut erinnern und bei denen seit Monaten die Alarmglocken bimmeln.


Für mich gibt es hier zwei Antworten: Es ist die ANGST und mit ihr verbunden die OBRIGKEITSHÖRIGKEIT. Dass alle unhinterfragt mitmachen bzw. umgekehrt sich zu Denunzianten und Befürwortern drakonischer Maßnahmen verwandeln, lässt sich nur psychologisch erklären. Diese Menschen haben Angst schwer zu erkranken oder sogar zu sterben.


Robert F. Kennedy junior sagte im August in Berlin: „Regierungen lieben Pandemien aus dem gleichen Grund aus dem sie Kriege lieben.“ Damit treiben sie die Menschen in die Angst, in eine tiefe und lang anhaltende Angst. Damit einher geht dann Trick Nummer 2: „Wenn man eine große Lüge erzählt und sie oft genug wiederholt, dann werden die Leute sie am Ende glauben.“ Im Fachjargon nennt man das Propaganda und empfohlen wurde die Vorgehensweise von Paul Joseph Goebbels.


Bedeutet: Angst und Propaganda sind die Instrumentarien für einen Staat auf dem Weg in eine autokratische Regierungsform.

Der emeritierter Professor für Allgemeine Psychologie Rainer Mausfeld sagte im Juni 2020 auf einem Vortrag: „Angsterzeugung ist auch heute eine zentrale Technik zur Stabilisierung von Machtverhältnissen. Durch Feindbildaufbau, durch Aufbau von Bedrohungskulissen, durch soziale Spaltungen, durch Prekarisierung von Lohnarbeit und einem großen Spektrum von Techniken, wird Angst erzeugt und die Demokratie ausgehöhlt.“


In ihrer ursprünglichen Funktion soll uns die Angst vor Gefahren schützen, in dem sie die gesamte physische Energie auf einen bedrohlichen Vorgang konzentriert. Wir wechseln in den Kampf- Flucht- oder Totstellmodus unseres Reptiliengehirns. Das limbische System reagiert mit Ausschüttung von Adrenalin und wir meistern die konkrete Situation (Sturm, Straßenverkehr, Raubüberfall etc...) durch eine Reaktion unsererseits.


Bei der hier benannten Angst handelt es sich um die sogenannte Binnenangst: es ist eine gegenstandlose und diffuse Angst, die lange andauert (ähnlich der Angst vor Terror) und dadurch kaum noch zu bewältigen ist. Sie löst eine komplexe Binnendynamik in der Psyche aus. Starke Ängste berühren zum Teil traumatische Vorerfahrungen und aktivieren Muster, mit denen wir nicht verarbeitete Trauma überlebt haben. Je nach Ausmaß der Angst schalten Hirnareale zur differenzierten Betrachtung einfach ab.


Aus diesen Gründen lässt sich die Binnenangst hervorragend für Machtzwecke nutzen, weil sie die Menschen lähmt und über die Maßen manipulationsempfänglich macht.

Und das Perfide ist: Das Ziel politischer Angsterzeugung liegt darin, reale Ängste in Binnenängste zu verwandeln, eben weil sie sich dann nicht mehr bewältigen lassen. Sie entfalten ihre destruktive Wirkung, weil sie in der Person kreisen. Immer und immer wieder, ohne dass eine Lösung herauskommt. Die psychosomatischen Folgen lassen nicht lange warten: Depression, innere Unruhe, Aggression, Suchtverhalten.


Aber damit nicht genug erklärt Rainer Mausfeld: Durch die tägliche Befeuerung der Politik und der Medien mit Schreckensnachrichten erhöht sich nicht nur die Binnenangst der Menschen sondern auch ihre Status Quo-Neigung. Sie ist die wichtigste Variabel in der politischen Manipulation. Denn je höher die Status Quo Neigung ist, desto weniger Bedürfnis verspürt der Mensch zum Handeln. Er möchte nichts mehr verändern und ist politisch neutralisiert. Es entsteht der Wunsch nach einer autoritären Führungspersönlichkeit während gleichzeitig das Gefühl der Empathie und Solidarität abnimmt. Ab spätestens hier sind die Menschen bereit, sämtliche Anordnungen umzusetzen, sich in die Einschränkungen zu fügen, so sinnfrei sie auch seien.


Die deutsche Obrigkeitshörigkeit wurde unter anderem von Carl Friedrich von Weizäcker schon 1983 beschrieben. Er hielt das deutsche Volk für: „absolut obrigkeitshörig, des Denkens entwöhnt, typischer Befehlsempfänger, ein Held vor dem Feind, aber ein totaler Mangel an Zivilcourage!“

Wollen wir um Gottes Willen nicht hoffen, dass es so krass um uns bestellt ist, sondern dass wir zusehen, wie wir es schaffen, den angstvollen und seit 10 Monaten der Propaganda ausgesetzten Menschen wenigstens zum Teil ihre Angst zu nehmen. Denn die Hoffnung wäre ja, dass dann auch das differenzierte Denken wieder einsetzt.


Meine Gedanken, warum gerade wir Deutschen so gefährdet sind und welche Mechanismen unter Umständen helfen könnten, folgen.


P.S. Wenn es sich um eine wirklich ernsthafte Bedrohung handeln würde, der wir Menschen ausgesetzt sind, würde eine besonnen handelnde Regierung uns beruhigen. Eben damit wir weiter klare Gedanken fassen können und nicht in einer (Binnen)Angst gefangen sind und auf Schocknachrichten mit Panik reagieren. Und niemals, aber auch niemals würde eine vernünftige Regierung dafür sorgen, dass dieser Angstmodus über Monate, bald ein Jahr nicht endet. Jetzt kündigt Lauterbach bereits an, dass die Einschränkungen zur Erreichung der Klimaziele gleich beibehalten werden sollten.

P.P.S. Apropos Macht: keine Regierung gibt die gewonnene MAchtfülle freiwillig wieder aus der Hand (schaut in die Geschichte). Der Macht wohne der Machtexsess inne, sagt auch Rainer Mausfeld.

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